Die norwegische Regierung hat es sich zum Ziel gesetzt, mehr Auslandsinvestitionen von Rechenzentrumsbetreibern zu fördern, indem sie das Land als den nachhaltigsten Serverfarmstandort der Welt positioniert.

Das Land wird bereits stark als Zielland für grüne Rechenzentrumsbetreiber vermarktet, da es über reichlich günstige erneuerbare Energie verfügt, was für Serverfarm-Entwickler, die sich Sorgen über hohe Energiepreise in anderen Ländern machen, als ein Häkchen gilt Teile Europas.

Um daraus Kapital zu schlagen, hat die Regierung ein Strategiedokument veröffentlicht, das die geplanten Maßnahmen zur weiteren Förderung des Wachstums der Rechenzentrumsindustrie des Landes umreißt, einschließlich der Zusage, für Serverfarmbetreiber eine schnelle Anbindung an das norwegische nationale Stromnetz zu gewährleisten.

„Norwegen hat eine einzigartige Grundlage, um die attraktivste Rechenzentrumsnation der Welt zu werden“, sagte Linda Hofstad Helleland, Ministerin für regionale Entwicklung und Digitalisierung. „Wir haben einen Überschuss an erneuerbaren Energien, niedrige Strompreise, eine gute digitale Infrastruktur und ein kühles Klima.

„Die Regierung verstärkt jetzt ihr Engagement für eine nachhaltige Rechenzentrumsindustrie. Dadurch werden viele neue Arbeitsplätze in den Regionen geschaffen und neue digitale Dienste im ganzen Land entwickelt.“

Das Dokument enthält auch eine Verpflichtung der Regierung, „die Förderung Norwegens als Rechenzentrumsnation zu stärken“, indem sie mit Einrichtungen wie Invest in Norway zusammenarbeitet, die sich mit der Förderung des Landes bei ausländischen Investoren befassen.

In Übereinstimmung damit kündigte die Regierung an, dass sie auch einen Leitfaden in englischer Sprache für ausländische Investoren veröffentlichen wird, um „die Einrichtung von Rechenzentren in Norwegen zu vereinfachen“, wobei der Schwerpunkt auf einer nachhaltigen Vorgehensweise liegt.

Als Beispiel dafür sagte die Regierung, dass von Rechenzentrumsentwicklern, die sich in Norwegen niederlassen möchten, erwartet wird, zu untersuchen, wie die von ihren Standorten erzeugte Abwärme wiederverwendet werden kann.

„Die Regierung wird auch eine Heatmap erstellen, um eine bessere Ressourcennutzung der Abwärme aus Rechenzentren zu gewährleisten“, heißt es in der Strategie. „Die Karte und die Daten werden es einfacher machen, überschüssige Wärme für andere Zwecke zu nutzen.“

In den letzten Monaten hat Computer Weekly berichtet über mehrere neue Beispiele für Wärmewiederverwendungsprojekte in Rechenzentren in Norwegen, darunter zwei mit dem lokalen Rechenzentrumsanbieter Green Mountain.

Das Konzept der Wärmewiederverwendung gewinnt in der Rechenzentrumsbranche an Bedeutung, da die Betreiber unter dem Druck stehen, die Umweltauswirkungen ihrer Standorte zu minimieren und gleichzeitig Schritte zu unternehmen, um sicherzustellen, dass ihr Betrieb an den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft ausgerichtet ist.

Unter Berufung auf Zahlen aus einem kürzlich erschienenen Whitepaper über das Wachstum der norwegischen Rechenzentrumsindustrie behauptete die Regierung, dass die Zahl der Beschäftigten in der Branche zwischen 2021 und 2025 von 2.000 auf 11.000 steigen wird.

„Rechenzentren sind wichtige Bausteine ​​unserer digitalen Infrastruktur“, sagt Helleland. „Ohne die Rechenzentrumsindustrie würden wichtige Bereiche der Gesellschaft im Gesundheits-, Energie- und Verkehrssektor nicht mehr funktionieren.

„Während der Pandemie war der Bedarf an Rechenleistung enorm. Norwegen spielt eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung dieser Branche.“

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